Familie, Kiel, Kultur, Musik

Oh, in die Oper!

2. Februar 2017

Was bitte schön will man denn als Kind in der Oper? Na große Augen und Ohren machen natürlich! Und damit Du dabei nicht einschläfst, ertönen im Opernhaus alle paar Monate die Familienkonzerte des Philharmonischen Orchesters Kiel. Diese besonderen Konzerte stehen stets unter einem speziellen Motto und dauern nicht länger als eine Stunde. Das ist quasi das höchste aller Kinder-Stillsitz-Gefühle. Klassische Musik kann einen genauso packen wie Rolf Zuckowski, Randale, Indie, Punk oder Rock´n´Roll. Und du musst kein Kenner dieser Musik sein, um sie zu abzufeiern. Ich als Kultur Krake Krakauer bin mir sogar sicher: Gerade die Lütten gehen ohne Vorurteile und Schnösel-Vorbehalte an die Sache – und das sollte man als Eltern (aus)nutzen und es einfach mal ausprobieren.
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Zu den Konzerten könnt Ihr Kinder dann Eure Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde einpacken und es Euch gemeinsam auf den rotsamtigen Sesseln bequem machen. Vor Euch zum Greifen nah ist die Bühne, und über Euch erstrahlt ein gigantischer Kronleuchter, der ein wenig an einen Weihnachtsstern erinnert. Die Lichter im Foyer wiederum sehen aus wie die Milchstraße!

Kurz bevor es los geht, nimmt das Orchester die Bühne ein. Das sind immer ziemlich viele Leute. Mit super vielen verschiedenen Instrumenten. Umso erstaunlicher ist es dann, dass beim Spielen rein gar nichts durcheinander klingt. Dafür sorgt ein Dirigent. Das ist quasi wie ein Trainer nur mit Frack statt Jogger. Der kommt rein, wenn alle Musiker schon sitzen. Und wenn er den Taktstock das erste Mal schwingt, heißt es: Jetzt gehts los! Und dann gehts los. KAN_OperKiel_Familienkonzert_FoyerOben_(c)www.kielamnil.de.jpgKAN_OperKiel_Familienkonzert_Matrjoschka_(c)www.kielamnil.deBeim Familienkonzert „Musik, die Eis zum Schmelzen bringt“ zog der Winter in den Konzertsaal ein. Dafür sorgte nicht nur Väterchen Frost (Ensemble Schauspieler Sebastian Kreuzer), der einiges aus seiner Heimat Russland zu erzählen hatte, sondern allen voran natürlich das Philharmonische Orchester. Dieses erstaunte die Familien mit Stücken von Peter Tschaikowski, Nikolai Rimski-Korsakow, Sergei Prokofiev und weiteren russischen Komponisten. Und sogar Schnee gab es zu bewundern – in Form von vier Solistinnen der Ballettakademie. Sie verwandelten sich auf der Bühne zu tänzelnden Schneeflocken und wurden dabei vom Kinder- und Jugendchor begleitet.
KAN_OperKiel_Familienkonzert_Krakauer_(c)www.kielamnil.de.jpgKalt ließ das alles natürlich niemanden. Erstens hatte Väterchen Frost nen Schalk im Nacken und brachte nicht nur die Familien zum Lachen, sondern sogar die ersten Violinisten zur Polonaise-Blankenese,  und zweitens berührte die wundervolle Musik Kinder wie Erwachsene, weckte Emotionen und Erstaunen. Klar gab es hier und da auch mal ein Flüstern wie „Mama wo ist denn jetzt der dicke Kontrabass?“ oder „Wieso haut der dauernd mit nem Stock in die Luft“ oder „Kann ich noch ein Gummibärchen haben?“ – einmal jedoch verstummte scheinbar sogar jedes Flüstern. Dann nämlich als der Konzertmeister Catalin Mugur das wunderschöne Violinen-Solo aus Schwanensee in den Raum zauberte.

Selten sind schnöde Sonntagvormittage so festlich, familiär und flauschig zugleich. Und voll Wurst übrigens, ob man zu diesen Konzerten eine geschniegelte Fliege oder ´nen Batman-Kaputzenpulli trägt. Hier spielen Musik und Familien die erste Geige.
KAN_OperKiel_Familienkonzert_ImSaal_Sprech_(c)www.kielamnil.de.jpg KopieDie vergangenen und kommenden Kieler Familienkonzerte:

I. Planet der Drachen (Ein Weltraumabenteuer für Orchester und Erzähler) 13.11. 2016
II. Musik, die Eis zum Schmelzen bringt (Eine klingende Reise durch Russland) 29.01. 2017
III. Hinter den Kulissen des Orchesters (Ein Musiker packt aus) 26.03. 2017
IV. Geisterstunde auf Schloss Eulenstein (Ein spannendes Grusical von Peter Schindler und Christoph Moor) 11.06. 2017

Mehr zu den Familienkonzerten Kiel, hier
Mehr zu Klassischer Musik für Kinder, hier

PS: Übrigens, es gibt es in Kiel am Nil in Sachen klassischer Musik noch ein tolles Angebot für Familien: Philharmonino. Hier können Eltern ein Konzert besuchen, und währenddessen gestaltet die Musikpädagogin Uta Lorenz für die Kinder (4 bis 8 Jahre) eine kostenlose musikalische Früherziehung.

PPS: Beim Familienkonzert haben wir mal auf aufwendige Fotos verzichtet, und nur rasch und blitzlos das Handy genutzt. 😉

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