Kiel, Kieler Kinderköppe, Klamotten

Pumpst du mir ne Hose?

22. Juni 2015

Als ich neulich auf einer Wiese stand und so rumblickte, wurde mir vor lauter Gras ganz Grün vor Augen. Da sehnte ich mich doch sehr nach Bunt. Und so kam mir Frau Beta in den Sinn. Frau Beta ist ein farbenfroher Laden in der Wilhelminenstraße. Als ich die Kleiderwunderkammer betrete, kommt mir das Summen und Rattern einer Nähmaschine entgegen und ich erblicke Inhaberin Tania Bernotat am Werkeln hinter dem Ladentresen. Mitten in ihrem großartig kleinen Laden-Nähzimmer, das vollgepackt ist mit funkelnden Knöpfen, Bändern in allen Farben, außergewöhnlichen Schmuckstücken und überstrahlt wird von einem knalligen Kronleuchter. Bling Bling!

Beta_Schaufenster_1Beta_DoppelWäre ich kein Schaf, sondern eine Elster, wäre ich hier vollkommen von der Wolle gewesen und hätte mir meinen Schnabel bis oben hin vollgepackt. Zum Glück kann Inhaberin Tania Bernotat meine Gedanken nicht lesen und verleiht gerade den neuen Sommerröcken ihrer Kinderkollektion „Kleine Beta“ in aller Ruhe die letzten, feinen Nähte, bevor diese drei Meter weiter links an der Kleiderstange ihren Platz finden. So hängen diese hübschen Sachen an der Stange, aber stammen nicht von ihr.

Eigentlich ist Frau Beta ein Laden für Frauensachen, den Tania vor mittlerweile fast zwölf Jahren eröffnet hat. Doch wurde die gelernte Schneiderin immer wieder darauf angesprochen, ob sie nicht auch mal Kinderkleidung entwerfen wolle. Und so begann sie vor zweieinhalb Jahren mit „Kleine Beta“. Kurz darauf kündigte sich dann tatsächlich eigener Nachwuchs an. Ob der mittlerweile Eineinhalbjährige wohl so lange gewartet hat, bis seine Garderobe fertig ist? Ich bin schließlich auch erst geschlüpft, als mein Fell perfekt war!Beta_Dreier-940x692

Während bei den Damenklamotten neben Selbstgenähtem auch bekannte Marken zu finden sind, entwirft Tania die Schnitte für ihre Kinderkleidung ausnahmslos selbst. So auch die neuen, lässigen Hosenmodelle „Kleine Emma“ und „Kleiner Emil“ (siehe Foto oben, rechte Ecke unten). Hinzu kommen Pumphosen, Bodys, Shirts, Loops, Tücher, Kleider und Röcke. Mal in bunten Mustern, mal in Uni. Mal in Jersey, Nicki und Kord oder aus einem feinen Materialmix.

„Schön und bequem!“, so lauten die wichtigsten Eigenschaften für ihre kleinen Kleidungsstücke. Als Sinnbild dessen steht vor allem die Pumphose. Ein klasse Teil für jedes rumtollende Kind – und für die Eltern, die diese Hosen schwupps an- und wieder ausziehen können. Und mitwachsen tun die treuen Bein-Begleiter auch immer eine Weile. Wie schlau so eine Hose sein kann – Pump up die Hose! In den 1980ern wurde der Pumphose sogar mal ein Lied gewidmet, also fast zumindest.

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Da Hosen für mich persönlich aber immer eher problematisch sind, aber viele Label noch nicht auf vierbeinige Schafe eingestellt sind, und ich außerdem eh gerne eigene Trends setze, trage ich lieber Kleider. Das schmeichelt meinem afrotösen weißen Wollkleid enorm. Und da fällt mein Blick auf ein wunderhübsches blaues Nickikleid mit Kapuze. Was enorm praktisch ist, wenn man, wie ich, auf windigen Deichen lebt und stets um seine Frisur fürchten muss!

Wer also auf der Suche nach schöner, individueller Kinderkleidung ist, der sollte es wie ich machen: Runter von der ewig grünen Wiese und ab zu Frau Beta. Für diejenigen, die lieber von der Couch aus shoppen, gibt es ab sofort sogar ein Online-Lädchen.

Frau Beta
Tania Bernotat
Wilhelminenstraße 27
24103 Kiel

www.frau-beta.de

 

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